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20
Okt

Kroger: Expansion ohne Läden

Der größte Lebensmittelhändler der USA überließ bestimmte Regionen des Landes bislang seinen Konkurrenten. Nun expandiert Kroger aber auch in diese Gebiete – ohne dabei eigene Filialen zu eröffnen.

Im Mittelpunkt steht der Lieferservice Kroger Delivery, der bald erstmals den Nordosten erschließen soll. Statt einem Geschäft entsteht ein Customer Fulfillment Center (CFC), das den Bedarf an Lebensmittellieferungen für den selben und den nächsten Tag abdeckt. Wo genau dieses gebaut wird, wie groß es ausfällt, welcher Kundenkreis davon profitiert und wann der Startschuss fällt, soll allerdings erst in den nächsten Monaten bekannt gegeben werden.

Florida im Fokus

In Kalifornien expandiert Kroger mit zwei kleineren bzw. mittelgroßen CFCs, die die bereits bestehenden Standorte ergänzen. Nach einem extrem erfolgreichen Start in Zentralflorida sollen zwei kleinere Fulfillment-Einrichtungen in Südflorida entstehen, die sich zum bestehenden CFC in Groveland sowie den „Spoke“ genannten Cross-Docking-Einrichtungen in Tampa und Jacksonville gesellen.

In Zusammenarbeit mit Fulfillment-Partner Ocado kommen zusätzlich zwei automatisierte lokale Fulfillment-Zentren hinzu. Kunden in der näheren Umgebung sollen dank ihnen ca. 10.000 Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs bereits innerhalb von einer halben Stunde zugestellt bekommen. Insgesamt etwa 35.000 Artikel lassen sich für eine Lieferung am gleichen oder folgenden Tag ordern.

Weitere Einrichtungen geplant

Kroger Delivery betreibt derzeit CFCs in Groveland (Florida) und Monroe (Ohio). Zusätzlich zu den neu angekündigten fünf Einrichtungen plant das Unternehmen die Eröffnung von bereits angekündigten Standorten in Dallas (Texas), Forest Park (Atlanta), Frederick (MD), Phoenix (Arizona), Pleasant Prairie (Wisconsin) und Romulus (Detroit) sowie von Standorten im Süden, Westen und pazifischen Nordwesten der USA. Im Zuge der Erweiterung des Kroger Delivery-Netzwerks sollen zudem neue Einrichtungen folgen.