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POS connect – das wöchentliche Update für stationäre und Omnichannel-Händler
25
Feb

Ikea nutzt London als „Testlabor“

Die schwedische Möbelkette Ikea will in den nächsten drei Jahren insgesamt 1,2 Milliarden Dollar in London investieren, um dort neue Omnichannel-Formate und -Innovationen auszuprobieren. In einem ersten Schritt eröffnet sie nun ihr erstes Kleinformat in Großbritannien. Ikea Hammersmith konzentriert sich auf den barrierefreien Einkauf in Stadtzentren, weshalb sie sich in einigen Aspekten deutlich von klassischen Ikea-Stores abhebt.

Auf einem Viertel der dort üblichen Fläche präsentiert Ikea lediglich ein reduziertes Angebot. Kunden dürfen insgesamt 1.800 Produkte sofort mitnehmen und 4.000 weitere vor Ort erleben. Ikea bietet aber auch sein restliches Sortiment zur Lieferung an. Ein Planungsservice unterstützt dabei, Lösungen für komplexe Räume wie Küchen, Schlafzimmer und Bäder zu finden. Im Laden kann ausschließlich bargeldlos und nur an Selbstbedienungskassen bezahlt werden. Er verfügt zudem über drei Ein- und Ausgänge und lässt sich einfach mit vier U-Bahn-Linien und 68 Buslinien erreichen.

Mehr Lieferoptionen

Zusätzlich zu neuen Einrichtungshäusern will Ikea auch in seine bestehenden Filialen investieren, um u.a. mit Click & Collect und Click & Deliver zu punkten. Im Dezember 2022 wird das Unternehmen zudem ein neues Verteilzentrum in Dartford eröffnen, das die Online-Einkaufsmöglichkeiten von IKEA weiter verbessern soll. Dieses erhöht die Fulfillment-Kapazitäten laut Ikea um 20 Prozent, ermöglicht Lieferungen rund um die Uhr und eine garantiert mindestens 60 Prozent emissionsfreie Lieferungen nach London.

Die sogenannten Collect Near You Lockers sind eine Kooperation zwischen Ikea UK, Shift und Access Self Storage. Der neuartige Click-and-Collect-Service für Möbelstücke steht Kunden zur Verfügung, die in einem Umkreis von 45 km wohnen. Zwei Pilotstandorte sind bereits in Betrieb und drei in Planung. Bei Erfolg sollen bis Ende 2022 20 Standorte in ganz London hinzukommen.

Als Reaktion auf die wachsende Nachfrage erweitert Ikea zudem seinen Fernplanungsservice. Statt der eigenen Wohnung dürfen Interessierte auch einen Ort ihrer Wahl (beispielsweise ein Café) aussuchen, um sich mit einem von insgesamt 50 Spezialisten innerhalb Londons zu treffen.