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28
Okt

Carrefour Sprint: Quick Commerce als Kooperationsmodell

Die Einzelhandelskette Carrefour verfolgt in ihrem Heimatland Frankreich bereits seit längerem einen Quick Commerce-Ansatz. In Partnerschaft mit Uber Eats können Kunden mittlerweile im Umkreis von mehr als tausend Filialen aus über 6.000 Artikeln wählen, die dann normalerweise innerhalb von dreißig Minuten geliefert werden. Mit Carrefour Sprint entsteht nun zusätzlich ein „eigenes“ Angebot, bei dem die Waren bereits innerhalb von 15 Minuten ankommen sollen.

Die Bestellungen erfolgen dabei weiterhin über die App von Uber Eats, der Service bleibt für die Auslieferungen zuständig. Interessanter ist deshalb, wo die fast 2.000 bei Carrefour Sprint angebotenen Food- und Non-Food-Produkte abgeholt werden. Carrefour Sprint nutzt hierfür die Minilager des Quick Commerce-Unternehmens Cajoo, an dem Carrefour mittlerweile eine Minderheitsbeteiligung hält. Cajoo steuert zusätzlich sein technologisches sowie operatives Fachwissen bei und ist für die Vorbereitung der Bestellungen zuständig.

Carrefour Sprint lässt sich derzeit in der Innenstadt von Paris sowie in Boulogne, Neuilly und Levallois nutzen. Bis Ende des Jahres sollen Lyon, Bordeaux, Toulouse, Lille und Montpellier als weitere Standorte hinzukommen.

Gorillas wird Tesco-Partner

Mittlerweile haben sich einige klassische Händler mit Quick-Commerce-Unternehmen verbündet, die Produkte in Rekordzeit zu Konsumenten bringen. Rewe versorgt beispielsweise exklusiv den Lebensmittel-Schnelllieferdienst flink mit den benötigten Waren. Der britische Händler Tesco erlaubt Gorillas in einem Pilotprojekt, seine Kunden mit Tesco-Produkten direkt aus einer von fünf Filialen zu beliefern. Für das notwendige Mikrolager wurde zumindest in der Tesco-Filiale in Thornton Heath überschüssiger Lagerplatz zur Verfügung gestellt.