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17
Dez

Amazon-Lieferdienst für Supermärkte vor Ausbau?

Britische Kunden können über Amazon Prime bereits Lebensmittel der Supermarktketten Morrisons und Co-Op beziehen, die via Amazon Flex noch am gleichen Tag geliefert werden. Nun gibt es anscheinend weitreichende Expansionspläne.

Laut „The Information“ soll der sogenannte Amazon Fresh-Marktplatz im nächsten Jahr auch ins restliche Europa und in die USA kommen. Damit würde das Unternehmen in direkte Konkurrenz mit diversen spezialisierten Lieferdiensten treten. Diese haben sich häufig bereits mit klassischen Supermärkten verbündet. Flink wird beispielsweise exklusiv von Rewe mit Waren beliefert, Gorillas hat  Artikel der Casino Group und von Tesco im Angebot.

Zumindest für Gorillas sollen Bestellungen mit kleinerem Warenwert allerdings insgesamt nicht annähernd profitabel sein, da die Kosten die Einnahmen weit überstiegen. Zusätzlich sind sich viele Fachleute nicht sicher, ob Kunden eine Lieferung innerhalb weniger Minuten so stark honorieren, dass sie einen deutlichen Mehrwert gegenüber tagesaktueller Zustellung sehen. Amazon könnte die Wachstumschancen solcher Geschäftsmodelle deutlich schmälern, wenn sich attraktive Partner für den Lieferservice begeistern.

Amazon nahm zu den Expansionsgerüchten wie gewohnt nicht direkt Stellung. Ein eher allgemein gehaltenes Statement gegenüber Engadget wies aber recht deutlich darauf hin, dass das Unternehmen die Partnerschaft mit anderen Lebensmittelhändlern sucht. In Deutschland ist Amazon bereits recht stark mit tegut liiert.